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Jetzt anrufen030 4669 9728Wie lange eine Rohrreinigung dauert, hängt davon ab, wo die Verstopfung sitzt und wie fest die Ablagerungen sind. Ein Pfropfen im Siphon oder in der kurzen Anschlussleitung ist oft schnell gelöst. Länger dauert es, wenn das Fallrohr oder die Grundleitung betroffen ist, mehrere Abflüsse zusammenhängen oder die Rohrwand über lange Zeit zugewachsen ist. Kommt eine Kamera-Untersuchung hinzu, verlängert sich der Einsatz entsprechend. Vor Ort schätzt der Techniker den Aufwand ein, bevor er beginnt. So wissen Sie früh, womit Sie rechnen können, und können Ihren Tag danach planen.
Eine Sanierung beginnt mit der Reinigung und einer Kamerabefahrung, die jeden Schaden nach Art, Lage und Umfang erfasst. Auf dieser Grundlage wird festgelegt, welches Verfahren für welchen Abschnitt passt und was es kostet. Vor der eigentlichen Sanierung wird die Leitung nochmals gründlich gereinigt, Wurzeln und Verkrustungen werden entfernt, damit das neue Material sauber anliegt. Nach der Sanierung zeigt eine weitere Kamerafahrt, ob alles fachgerecht ausgeführt ist. Bei Bedarf folgt eine Dichtheitsprüfung, die belegt, dass die Leitung wieder dicht ist. Erst dann lässt sich sicher sagen, dass der Schaden behoben ist.
Die Leitung wird zuerst gereinigt, dann fährt eine Kamera vom Revisionsschacht oder einer Reinigungsöffnung aus durch das Rohr. Ohne Vorab-Spülung würden Fett, Schlamm und Ablagerungen Risse und Versätze verdecken. Während der Fahrt wird das Bild aufgezeichnet und jeder Befund mit seiner Entfernung zum Einstieg festgehalten. Im Einfamilienhaus ist die Untersuchung meist in einem Termin erledigt, bei langen Leitungen oder vielen Abzweigen dauert sie länger. Hilfreich ist, wenn der Zugang zum Schacht frei ist und während der Befahrung kein Wasser abläuft. Bei verwinkelten Leitungen kann ein zweiter Zugang nötig sein.
Nutzen Sie keine Abflüsse mehr, damit nicht noch mehr Wasser in die verstopfte Leitung läuft, und schützen Sie Böden und Wertsachen. Spülen Sie die Toilette nicht erneut und stellen Sie Waschmaschine und Spülmaschine ab. Schließen Sie bei einem überlaufenden WC das Eckventil am Spülkasten. Schöpfen Sie stehendes Wasser ab und legen Sie Handtücher aus. Steht Wasser im Keller, schalten Sie elektrische Geräte in der Nähe nur aus, wenn das gefahrlos möglich ist, sonst die Sicherung. Fotografieren Sie Schäden für Vermieter oder Versicherung. Verzichten Sie auf chemische Rohrreiniger, sie erschweren die spätere Reinigung.
Hauptursache ist Fett, das warm in den Abfluss gelangt, im kühleren Rohr erstarrt und weitere Speisereste bindet. Bratfett, Öl aus Konserven und Soßenreste bilden an der Rohrwand eine Schicht, die mit jedem Spülgang wächst. Dazu kommen Kaffeesatz, Reis, Nudeln und Kartoffelschalen, die aufquellen oder sich absetzen. Spülmittel löst Fett nur kurzzeitig, weiter hinten im Rohr setzt es sich wieder ab. In Gegenden mit hartem Wasser verstärkt Kalk den Belag. Auch ein zu geringes Gefälle der Leitung begünstigt Ablagerungen, weil das Wasser langsamer abfließt und Reste liegen bleiben.
Je nach Lage des Pfropfens arbeitet der Fachbetrieb mit einer WC-Spirale, einer Hochdruckspülung oder beidem nacheinander. Die WC-Spirale wird durch den Geruchsverschluss geführt, dreht sich im Rohr und zerkleinert oder greift den Pfropfen. Ein Schutzschlauch verhindert Kratzer an der Keramik. Sitzt die Verstopfung im Fallrohr oder in der Grundleitung, wird die Leitung über eine Revisionsöffnung mit hohem Wasserdruck gespült. Dabei lösen sich auch Kalk und Urinstein von der Rohrwand. Zum Abschluss wird mehrfach gespült, um zu prüfen, ob das Wasser wieder vollständig und ohne Gluckern abläuft.
An einem einzelnen Abfluss hilft oft eine Saugglocke, die Grundleitung erreicht man damit aber nicht. Spiralen aus dem Baumarkt sind für lange Kanalstrecken zu kurz und zu schwach, und chemische Reiniger lösen weder Wurzeln noch harte Verkrustungen. Sie können zudem Dichtungen und ältere Rohre angreifen. Wer im Revisionsschacht mit Stangen stochert, schiebt die Verstopfung oft nur weiter. Für die Grundleitung braucht es Hochdrucktechnik mit passender Düse. Rufen Sie deshalb lieber einen Fachbetrieb, bevor aus einem Rückstau ein Wasserschaden wird. Ein Fachbetrieb erkennt beim Spülen zudem, ob hinter der Verstopfung ein Schaden steckt.

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